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Der Teich ist voller kleiner Fische

Thomas Funck

“Wir verkaufen weiterhin Lizenzen, an einer Rabattschlacht á la Verschrottungsprämie werden wir uns nicht beteiligen.” Nun, wer sich diese Haltung aktuell noch leisten kann, dem sei der lukrative Fang dicker Fische gegönnt. Allerdings entgeht diesen Fischern im CAQ-Teich das Geschäft mit dem Schwarm, den kleinen Unternehmen. Viele KMU bräuchten eigentlich Softwareunterstützung für ihre Qualitätssicherung, scheuen aber die hohen Kosten. Eine  Marktstudie zeigt, dass nur etwa 20 Prozent der deutschen KMU über CAQ-Software verfügen (QZ 11/2008, S. 40-45). Statt komfortabler CAQ-Lösungen plagt man sich mit Excel- und Word-Dateien herum und betreibt mit hohem zeitlichen und personellem Aufwand selbstgestrickte Lösungen.

Doch es gibt clevere Softwareschmieden, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und Lösungen für kleine Budgets anbieten. Software unter 100 Euro im Monatsabo ist ein Köder, den mancher kleine Fisch gern schluckt. Freilich beschränkt sich diese Software auf die CAQ-Standards, aber man kann damit arbeiten und das sicher besser als mit selbstgestrickter Ware. Außerdem ist damit zu rechnen, dass derartig angeköderte Unternehmen mittelfristig aufstocken werden. Sind die Vorteile erst einmal erkannt, werden die Standards wohl bald um weitere Module ergänzt. Bonne Chance oder Petri Heil!

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Kommentare

  1. Herbert Hoppe sagt:

    Zitat: Eine Marktstudie zeigt, dass nur etwa 20 Prozent der deutschen KMU über CAQ-Software verfügen

    Das ist ja wohl nur ein dezenter Hinweis auf den tatsächlichen Zustand. Die Forscher haben ja nur gefragt, ob ein Unternehmen irgendwo, in einer Abteilung, wenigsten auf einem Rechner eine Lizenz aus dem CAQ-Umfeld installiert hat. Das bedeutet ja nicht, dass 20% der Qualitäter in den deutschen Betrieben bei ihrer täglichen Arbeit auf CAQ - von wem auch immer - setzen können. Das dürfte wohl kaum die 1% Hürde nehmen.

    Und wenn wir jetzt noch die ganzen Werker hinzuzählen, die in QM-Prozesse eingebunden sind, dann frag ich mich schon, was CAQ-Software überhaupt mit dem Qualitätsmanagagement in den Betrieben zu tun hat. Und das liegt sicherlich nicht daran, dass die einzelnen QM-Aufgaben so unendlich kompliziert oder betriebsspezifisch sind. Die Masse der Arbeiten sind ja wohl vergleichbar, oder nicht?

    Das wir dafür angeblich immer eine schier unbezahlbare projektierte Sonderlösung brauchen haben uns die Hersteller bisher immer wieder gesagt. Pickert ist jetzt der erste, der den Spieß umdreht und eine fertige CAQ anbietet, die für fast alle Aufgaben reichen soll. Und das im Abo, für weniger als 100 EUR im Monat. Wer kann, der sollte schnuppern, finde ich.

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