Machtzentrale: Nationale Akkreditierungs-Superstelle
Thomas FunckMontag, 31. August 2009
Über die neue nationale Akkreditierungsstelle wurde viel gemunkelt, detailliert lesen konnte man darüber noch nicht so viel. Wer etwas über die neue Superstelle in Erfahrung bringen wollte, musste schon die Datenbanken des Deutschen Bundesrats und des Deutschen Bundestags bemühen. Die Protokolle zur Plenarsitzung des Bundestags am 19. Juni und der Lesung im Bundesrat vom 10. Juli 2009 zeigen aber bestenfalls schemenhafte Umrisse der künftigen Machtzentrale in Sachen Akkreditierung.
Eine Presseinfo des Verbands der Materialprüfungsanstalten e.V. (VMPA) klärt nun darüber auf, dass „dieser Tage“ die Deutsche Gesellschaft für Akkreditierung (DGA) mit Sitz in Berlin gegründet wurde. Und dass sie aus der Deutschen Akkreditierungssystem Prüfwesen GmbH (DAP), der Trägergemeinschaft für Akkreditierungen (TGA) und der Deutschen Akkreditierungsstelle Chemie GmbH (DACH) hervorgegangen ist. Alle drei Akkreditierungsstellen stammen aus dem ehemaligen gesetzlich nicht geregelten Bereich im Deutschen Akkreditierungsrat (DAR) und sollen ab 1. Januar 2010 die Aufgaben der nationalen Akkredierungsstelle gemäß EU-Verordnung übernehmen.
Alles wirkt regelkonform und juristisch sauber ausgeklügelt. Hier wurde planmäßig und besonnen vorgegangen. Der aufmerksame Betrachter mag sich nun fragen, wer die Strippenzieher hinter dem neuen Akkreditierungsmodell sind. Noch interessanter ist vermutlich die Frage, wer von der neuen Superstelle profitiert oder durch die neuen Strukturen verliert. Sachdienliche Hinweise sind herzlich willkommen!
Tags: Deutsche Gesellschaft für Akkreditierung (DGA), Deutschen Akkreditierungsstelle Chemie GmbH (DACH), Deutschen Akkreditierungssystem Prüfwesen GmbH (DAP), Deutscher Akkreditierungsrat (DAR), Nationale Akkreditierungsstelle, Schlagwort hinzufügen, Trägergemeinschaft für Akkreditierungen (TGA), Verbands der Materialprüfungsanstalten e.V. (VMPA)




