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Control Blog

Worin liegt der Reiz des Neuen?

Thomas Funck
Mittwoch, 05. Mai 2010

Über diese Frage kommt unweigerlich ins Grübeln, wer über die Fachmesse Control schlendert. In einigen Hallen wird er mit einem Rummel empfangen, der an den Cannstätter Wasen erinnert. In anderen Messehallen herrscht dagegen Chillout-mäßige Ruhe. Das liegt an der unterschiedlichen Häufung von Messeständen, die mal laut, mal leise auf ihre Produkte aufmerksam machen. Zur lauten Fraktion zählen in der Regel die Messtechniker mit ihren summenden und brummenden Robotern und Messmaschinen. Zur leisen Gruppe gehören die Anbieter von weicher Ware oder CAQ-Software, wie diese im Fachjargon heißt.
Diese Software zur Qualitätssicherung wird seit Jahren von einer übersichtlichen Anbieterschar weiterentwickelt und vertrieben. Die Aufgabe dieser hochspezialisierten Software besteht darin, alle wichtigen Abläufe innerhalb eines Unternehmens abzubilden, zu dokumentieren und mit Kennzahlen messbar zu machen. Vom Wareneingang über den Entwicklungs- und Produktionsprozess bis zur Annahme von Beanstandungen können damit alle qualitätsrelevanten Arbeits- und Herstellungsschritte unterstützt werden. Die Programme zur Qualitätssicherung sind über viele Jahre perfektioniert worden, bahnbrechende Neuerungen sucht man dieser Tage vergeblich.
Deshalb machen findige Softwareanbieter auf der Control 2010 mit einem netten Marketing Gag auf sich aufmerksam. Sie bieten Softwaremodule an, die auf den derzeit angesagten mobilen Endgeräten laufen. Dass ein jüngst in den USA vorgestellter Tablett-PC dabei eine wichtige Rolle spielt, kann man sich denken. Das Gerät ist für Tech Freaks hinreichend sexy und demonstriert den Anspruch seines Halters, sich stets auf der Höhe der Zeit zu bewegen. Damit ist dieses Gerät vermutlich auch für Qualitäter interessant, die heute oft von einer Fertigungsstätte zur nächsten tingeln müssen, vor Ort qualitätsrelevante Daten abgreifen und sich so ein Gesamtbild machen. Mit diesen gleichermaßen handlichen wie schicken Geräten macht das ungleich mehr Spaß als mit dem schnöden Laptop. Vielleicht ist die Verbindung von Software und neuer Mobiltechnik ein sinnvoller Schritt in der technischen Evolution. Falls nicht, war es immerhin ein Hingucker auf der Messe.

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Wer ist kompetent in Baden-Württemberg?

Thomas Funck
Dienstag, 04. Mai 2010

Heute wurde er also verliehen, der diesjährige Kompetenzpreis Baden-Württemberg, pünktlich zum Auftakt der Stuttgarter Fachmesse Control. Souverän abgeräumt hat diese Auszeichnung der weltbekannte, schwäbische Dübelhersteller Fischer. Kein Geringerer als Professor Fischer selbst nahm den Preis entgegen und erklärte das Geheimnis seines Erfolgs.

Schon Anfang der achtziger Jahre habe man ein eigenes Unternehmensleitbild entwickelt, das seither (in bester KVP-Manier) immer weiterentwickelt wurde. Es ruht auf drei Säulen, die Fischer mit den Attributen „innovativ, eigenverantwortlich und seriös“ etikettiert. Klingt schon mal gut, bedarf aber der Erklärung. Für die Unternehmensleitung – und die repräsentiert Fischer recht glaubwürdig – stehen die Mitarbeiter im Mittelpunkt. Nur diese können seiner Ansicht nach alle drei Eigenschaften mit Leben erfüllen. Und genau deshalb baut Fischer auf seine Mitarbeiter. Was bei manch anderem den Geschmack eines Lippenbekenntnisses hinterlässt, klingt aus dem Mund dieses Mannes nicht fahl. Er belegt sein Credo „die Mitarbeiter sind unser wichtigster Erfolgsfaktor“ überzeugend mit deren Qualifizierung. Im Übrigen sorgt der Vollblutunternehmer nicht nur in den eigenen Reihen für ständige Weiterbildung, er macht sich auch in der Gesellschaft für Bildung stark. „Bildung ist der Schlüssel zum Wettbewerb“, lautet seine schlichte Formel zum Erfolg.

Noch Eines macht der Vorzeigeunternehmer schon seit vielen Jahren richtig, und es hat mit Bildung zu tun: „Natürlich dürfen Fehler gemacht werden, solange daraus gelernt wird!“, erwähnt  er am Rande seiner Rede. Da möchte kein (Q)-Manager widersprechen, doch auch hier gilt die alte Sentenz von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.

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Was spricht in Zukunft noch für Messen?

Thomas Funck
Donnerstag, 22. April 2010

Angesichts zahlreicher neuer Marktplätze im Internet und abnehmender Besucher- und Ausstellerzahlen ist diese Frage berechtigt. Die Zeitschrift Productivity Management ließ dazu anlässlich der Hannover Messe einen Profi zu Wort kommen. Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, bricht darin eine Lanze für die klassische Fachmesse. Trotz Internet und neuer Kommunikationskanäle im Social Media Marketing seien Messen nach wie vor eine der wichtigsten Bausteine im Marketingplan. So seine These, die er mit einer Studie des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA belegt. Dieser fand heraus, dass 81 Prozent der ausstellenden deutschen Unternehmen Messen und Ausstellungen für besonders wichtig halten, sofern es um business-to-business-Kommunikation geht. Damit sind der intensive persönliche Dialog und die Vertiefung von Kundenbeziehungen gemeint. Interessant wäre darüberhinaus, welche Haltung die nicht ausstellenden Unternehmen zur Bedeutung von Messen einnehmen – und warum.

Ein weiteres Argument pro Messe ist für Stuttgarter Messe-Chef, dass sich unter einem Dach eine ganze Branche präsentiert – zum Wohl des Besuchers. Dieser muss nicht wie im Internet mühsam selektieren, sondern kann sich von ausgewählten Produkten oder Dienstleistungen vor Ort ein Bild machen. Gerade bei erklärungsbedürftigen Angeboten ist dies natürlich ein Vorteil gegenüber elektronischen Märkten.

Einen aus Besuchersicht gewichtigen Vorteil der Messe hat der Messeprofi übrigens nicht ins Feld geführt: die Möglichkeit des direkten Vergleichs zwischen ähnlichen Produkten.

Den Argumenten pro Messe stehen freilich überzeugende Gründe gegenüber, die potenzielle Aussteller und Besucher abschrecken. Da sind zunächst die hohen Kosten eines Messebesuchs: Für den Aussteller bedeutet Messe einen gewissen Planungsaufwand, das kostspielige Abstellen von Mitarbeitern und hohe Standgebühren. Für den Besucher bedeutet Messe eine Kerbe im Zeitbudget, beträchtliche Reise- und Übernachtungskosten und stattliche Eintrittspreise.

Tatsache ist, dass viele Unternehmen längst Abstand vom Marktplatz Messe genommen haben. Sie glauben, mit Hausmessen oder selbstorganisierten Tagungen ihre Zielgruppe besser zu erreichen. Ob diese Veranstaltungen tatsächlich günstiger sind, ist schwer zu beurteilen und hängt mit dem betriebenen Aufwand zusammen. Letztlich ist es wohl eine Frage der individuellen Marketingstrategie.

Dass die Konjunktur einen bedeutenden Einfluss auf Marketingbudgets hat, muss hier nicht erklärt werden. Messen leiden unter den Auswirkungen der Finanzkrise ebenso wie deren Besucher und Aussteller. Ob die Kennzahlen der diesjährigen Fachmesse Control 2010 wieder nordwärts weisen? Lassen wir uns überraschen.

Quelle:
Ist die klassische Messe noch zukunftsfähig? In: Productivity Management 15 (2010) Sonderausgabe, S. 30-31

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Kompetent in Baden-Württemberg?

Thomas Funck
Freitag, 16. April 2010

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Der „Kompetenzpreis für Innovation und Qualität Baden-Württemberg“ wurde erstmals 2008 im Rahmen der Fachmesse Control verliehen. Baden-Württemberg gilt als Land der Tüftler und so war eine Auszeichnung der landestypischen Innovationskraft überfällig. Dass Qualität in Verbindung mit Innovation eine bedeutende Rolle spielt, leuchtet ein. Mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen alleine, die ohne die üblichen Qualitätsstandards angeboten werden, können heute keine Geschäfte gemacht werden. Diese Überlegung steht hinter der Initiative für den Kompetenzpreis Baden-Württemberg.

Wie also lauten die Kriterien für eine Auszeichnung? Gemäß Initiatoren entscheidet sich die Preisvergabe über die Beherrschung des Spannungsfelds Innovation und Qualität. Soll heißen, dass anhand eines signifikanten oder mehrerer typischer Beispiele klar werden sollte, wie in der Innovations- und Qualitätskette Voraussetzungen für Innovation, optimale Prozesse und anhaltenden geschäftlichen Erfolg realisiert werden. Die Jury bedient sich zur Beurteilung von nominierten Firmen eines Leitfadens, mit dessen Hilfe sie sich über folgende drei Bausteine ein möglichst objektives Bild macht:
•    Innovative Vorraussetzungen,
•    hervorragende Umsetzungsprozesse und
•    nachhaltige Ergebnisse

Ein oder mehrere Mitglieder der Preis-Jury besuchen dazu die ausgewählten Bewerber vor Ort und versuchen in Gesprächen mit Beteiligten und Betroffenen die Preiswürdigkeit zu bestätigen. Der Jury  gehören Mitglieder der Steinbeis Stiftung für Wirtschaftsförderung, Vertreter von P.E. Schall, des TQU, des Ausstellerbeirats der Messe Control und einzelner Verbände an.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Preis aus einer Initiative des Messeunternehmens P.E. Schall und des Steinbeis-Transferzentrums TQU entstand. Schirmherr ist die Steinbeis Stiftung für Wirtschaftsförderung,

Der Kompetenzpreis wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Fachmesse Control verliehen und ist nicht dotiert. Bewerben können sich Unternehmen mit einem Betriebsstandort in Baden-Württemberg und auch Einzelpersonen. Schlusstermin für die Anmeldung zum Kompetenzpreis 2010 war der 15. März 2010. Die diesjährigen Gewinner werden im Rahmen der Control 2010 in der Messe Stuttgart bekanntgegeben und ausgezeichnet, voraussichtlich am 4. Mai.

Wer bereits über Insider-Informationen zu den Gewinnern 2010 verfügt, möge diese hier kundtun.

Weitere Informationen
www.kompetenzpreis-bw.de

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